Laser-
projektograph
während der Dokumentation


 

Der Laserprojektograph

Der Laserprojektograph besteht aus einem Laserstrahler, der an einer Zeichenschiene befestigt ist. Diese ist auf einer transparenten Zeichenfläche montiert und kann in der x- und y Achse hin- und herbewegt werden. Neben dem Laserstrahler ist seitlich ein Markierungsstift montiert. Mit dem Laserstrahler kann jedes beliebige Objekt durch die transparente Zeichenfläche dieses Gerätes hindurch angestrahlt werden und punktweise erfasst werden. Die Zeichenfläche wird planparallel zur gewünschten Ansichtsfläche des Objektes ausgerichtet. Auf der Zeichenfläche wird das Objekt dann Punkt für Punkt markiert und dokumentiert. Die zeichnerische Verbindung der Punkte ergibt schließlich das Abbild des Objektes im natürlichen Maßstab 1:1 und in orthogonaler, formgetreuer Darstellung. Dieses Verfahren eignet sich besonders für hochplastische Objekte wie beispielsweise korinthische Kapitelle, bei denen die anzumessenden Punkte nicht in einer Ebene, sondern dem Motiv entsprechend in der Mehrzahl in unterschiedlicher räumlicher Tiefe angeordnet liegen.

Das herkömmliche Aufmass

Eine Dokumentation nach dem herkömmlichen Aufmass erfordert, jeden der in unterschiedlicher Tiefe liegenden Punkte mit seinen Abstandsmaßen auf ein Koordinatensystem (z.B. Lot und Horizontale) einzumessen. So ist dieses Verfahren zeitaufwendig, mühsam und birgt erhebliche Ungenauigkeiten.

 

  punktweise Dokumentation

 

 

Genaue Dokumentationszeichnung

Der Laserprojektograph dagegen arbeitet ohne Koordinatensystem durch die direkte, orthogonale Projektion der Punkte auf die Zeichenebene. Unter anderem entfällt so der Aufwand, zwei Maße für die Bestimmung eines jeden Punktes erfassen zu müssen. Der Dokumentationsvorgang hat insofern den Vorzug eines geringeren Aufwandes an Mühe und Zeit. Außerdem besitzt eine auf diesem Wege angefertigte Dokumentationszeichnung einen höheren Grad an Genauigkeit.